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Amsel Vogelnest

Amsel Eines Tages war es mal so weit und eine Amsel baute ein Nest in unser Gebälk. Völlig geschützt von Rosen umgeben baute sie das Ding so schnell, da konnte man nur noch staunen. Dann am 28. April war es dann so weit, das Nest war fertig. Das Männchen sah man eigentlich überhaupt nicht zu diesem Zeitpunkt oder es fiel mir gar nicht so auf. Am 29. April war das Nest fertig und die Vogeldame legte das erste Ei.

Jeden Tag wurde eines davon gelegt bis zum 03. Mai. So lagen nun fünf Eier im Nest. Um diese warm zu halten saß die Amsel nun drauf. Gefüttert wurde sie vom Männchen, siehe da das Männchen gab es also doch.

Das Nest wurde nur ganz selten verlassen. In der Nacht schlief sie im Nest, das Männchen sah ich manchmal im Baum sitzen und wartend. Es sind schon tolle Zauberer im Nestbau.

Nun - das ging wirklich eine ganze Weile. Wenn es wärmer war, dann war die Amseldame etwas länger unterwegs. Einige Male konnte ich sogar beobachten, dass das Männchen (das Dunklere davon) auch brütete. Das kannte ich noch nicht und es war mir neu.

Vogelnest Am 13. Mai schlüpfte dann das Erste der Amselkinder. Und mit dem Brüten ging es weiter. Sie saß auf den Eiern wie auf dem Erstgeschlüpften. Gefüttert wurde das Kleine und auch die brütende Amsel selbst vom Männchen. Nur selten wechselten sie sich ab.

Hier haben wir dann sogar noch eine Videokamera am Dachbalken angeschraubt und alles live mitverfolgt. Das war schon klasse. So gut kann gar kein anderes Programm sein.

Pünktlich wie nach dem Eierlegen schlüpften auch die Kleinen. So langsam ging dann der Stress mit dem Füttern schon los. Männchen und Weibchen wechselten sich ab. Dann wieder warm halten und im Nest schlafen.

Am 17. Mai schlüpfte also das letzte der Küken.

In den ersten Tagen hörte man noch nichts von den Amselkinder. Das Bild wurde gemacht am 18. Mai

So langsam kam dann Leben in die Bude. Jeden zweiten Tag entstand dann ein Bild. Die jungen Fünf wurden fleißig von beiden Eltern großgezogen.

Und jeden Tag mehr musste mehr Arbeit aufgebracht werden, um Futter zu beschaffen.

Währende dem Wärmen des Nestes ließ sich die Amsel nicht aus der Ruhe bringen. Nur das Männchen war etwas schüchterner. Ist man zu nah an das Nest gegangen, dann stand die Mutter im Nest auf und breitete drohende die Flügel aus. Ich sehe die Vögel als wirkliche Künstler an.

So schnell konnte man gar nicht mehr zusehen, wie die Würmer auch gewachsen sind. Diese Bild entstand am 20. Mai

21. Mai

Jeden Tag sah man ein Wachstum an den Kleinen. So langsam konnte man auch ein winziges Zwitschern wahrnehmen, das war wie Musik in den Ohren.

Immer wieder dann das gleiche Spiel mit Füttern, Wärmen und Nest säubern.

Von Anfang an waren die Jungen stubenrein. Nach dem Füttern wartete die Amsel noch eine Weile. Dann hob ein Kleines davon den Hintern und die Amsel nahm den Kot mit dem Schnabel auf. Irgendwo dach dem Wegfliegen wurde dann der Kot einfach fallen gelassen. Dann wurde wieder Futter beschafft.

Das Nest wurde auch immer wieder in Ordnung gebracht.

22. Mai

Von einem Tag auf den anderen bekamen dann die Kleinen ihr Federkleid. Allerdings die Augen waren immer noch zu. Der Instinkt der Angst vor Menschen war noch nicht gegeben.

Die Töne des Zwitscherns wurden von Tag zu Tag immer stärker und kräftiger.

Beim Wärmen der Kleinen durch die Mutter war fast kein Platz mehr. Es sah richtig lustig aus. Die Amsel oben drauf und links und rechts schauten die Federn der kleinen raus.

23. Mai

Na so langsam wird der Platz aber wenig. Die Augen werden auch schon so langsam geöffnet. Die Ragelei nahm auch immer mehr zu und bald ging es zu wie bei einem kleinen Streit oder mobbing im Nest.

Jeder der jungen Amsel kämpfte um sein Futter äußerst stark.

In der Nacht saß die Mutter nicht mehr im Nest, sondern dahinter und bewachte die Kleinen. Sie schlief am Nestrand mit dem Kopf nach hinten gesenkt.

Ein Bild machte ich da nicht, sonst wäre sie wegen dem Blitz total erschrocken.

24. Mai

Na jetzt ging es aber ratz fatz. Mittlerweile kam der Instinkt auch durch der Angst. Denn beim Fotografieren schauten die Fünf mich sehr erschrocken an.

Der Futterstreit war nun voll entbrannt. Jedes kämpfte so gut es ging um den besten Futterplatz.

Beide Eltern hatten nun wirklich viel zu tun.

Ich machte einfach mal diese Internetseite als EDV Service, weil mir die Geschichte mit dem Amseln so gut gefiel.

26. Mai

Wie der Zeitplan mit dem Eierlegen und der Zeitkoordination das Ausschlüpfens war dann an diesem Datum eine Amsel weg. Ich sah sie gerade noch aus dem Netz fliegen. Na flugfähig war die Kleine eigentlich noch nicht, aber es ging. Jedem Tag flog dann eines der Jungen aus dem Netz, zwar wackelig aber es ging. Es war auch ganz schön eng im Nest.

Auch heute reden wir noch fröhlich über das Ereignis. Bin mal gespannt wann wieder eine Amsel bei uns reinbaut.

Die kleine Story über das Brüten bis zum Schlüpfen von jungen Amseln. Alle fünf der Jungen wurden durchgebracht und keines ging ein.